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…oder nach zwei
Zweiten Plätzen diesmal Rang 4 in der Alpenrepublik
Alle Jahre
wieder….. ja Österreich stand zu Pfingsten wieder auf dem Programm der E1-Jugend
des
VfL Nürnberg. Bereits zum dritten Mal in Folge bereiste man zur Teilnahme an
einem internationalen
Jugendfußballturnier das Nachbarland.
Die Erwartungen waren hoch – selbst die „Ball flach halten Parolen“ des Trainers
ob der Teamzusammenstellung wurden teilweise ignoriert. War man doch zu sehr
verwöhnt vom bisherigen Abschneiden. Die Rechnung musste dann fast ohne die
komplette Defensive gemacht werden, da nicht nur unser Keeper Robert, sondern
auch Berkan und Ibrahim keine Gelegenheit zum mitfahren
bekamen.
Schade – aber so ist das nun mal wenn Ferien sind. Diesen fielen dann auch noch
Deniz und Daniel
zum Opfer…. Nun ja… es würde schon irgendwie gehen….
Gleich zu Anfang daher vielen herzlichen Dank an Florian Reeh und seinen Papa
Henning wie auch an Ralph Pickel und Manuela zusammen mit Atakan und Adrian dass
Ihr uns ins „Feindesland“ begleitet habt und die dezimierte Truppe mit Eueren
Jungs unterstützen konntet. Es ist nicht gerade alltäglich, dass Spieler von
fremden Vereinen einfach mal so mit einer anderen Mannschaft mitreisen und die
Knochen hinhalten.
Dem gehört Anerkennung und nochmals Dank. Flo zwischen den Pfosten und Atakan im
Offensivbereich haben Ihre Sache gut gemacht. Es gab keinerlei Berührungspunkte
unter den Kids und – ich glaube hier spreche ich für alle Mitfahrer – auch die
„Erziehungsberechtigten“ sorgten für mächtig Spaß und Stimmung.
Henning warum hast Du mich nicht auch mal geschultert ;-)
Aber nun der Rehe nach – es hat sich ja einiges angesammelt – der Schreiberling,
gleichzeitig Trainer hat wohlweislich nach dem Turnierstress in Villach eine
verdiente Auszeit genommen und kann somit sicher etwas entspannter und gelöster
die Geschehnisse für die Geschichtsbücher Revue passieren lassen…. Wer weiß, was
rausgekommen wäre, wäre der Bericht gleich nach Ende verfasst worden…
Aber keine Angst….
So schlimm war`s nun wirklich nicht!
Vorweg: Spaß, Spaß, und nochmals Spaß um das ging es …. und den hatten wir
Tag 1 – Tag des Schnees
Anreise – Stress – Kofferpacken – Wagen packen – Leute zusammentrommeln –
pünktlich loskommen – verfahren – usw., usw., usw…. Das mag vielleicht anders so
sein – bei uns lief alles wie am Schnürchen. Kein Wunder – so reise- und
turniererprobt die Truppe ist.
Somit konnten wir sogar relativ pünktlich die knapp 500 km bis nach Villach in
Angriff nehmen. Überrascht wurden wir alle am Tauerntunnel – hatten die Jungs
letztes Jahr bei der Wartezeit der Blockabfertigung noch bei 30 Grad „auf der
Autobahn“ gezockt, mussten wir fast die Schneeketten – die ja jeder dabei hatte
- ;-) aufziehen. Dass das Wetter nicht so tolle werden sollte, hatten die
einschlägig bekannten Wetterfrösche ja schon bis nach Nürnberg getragen, dass
wir aber bei 2 Grad und waagrechtem Schneetreiben einreisen sollten, das war
dann doch etwas happig. Also vertrieb man sich dieses Jahr die Wartezeit mit
einem kurzen „Erfrischungsspaziergang“ statt mit ausgedehntem Autobahncamping.
Aber es wurde besser – und wie viel besser….
Das kommt davon wenn man den bereits zitierten Wetterfröschen zu viel glaubt und
die Sonnencreme zuhause lässt.
Einige der mitreisenden Damen und Herren hatten nach den drei folgenden Tagen
Villach doch zusehends Farbe angenommen. Dass diese teilweise stark ins rote
ging sollte wohl dazu dienen auf der Heimfahrt schneller vorwärts zu kommen,
weil die anderen Verkehrsteilnehmer vorsichtshalber auf die Bremse traten….
Gut angekommen nahm man die Zimmer in beschlag. Auf der Männer – WG von Werner
und Sergej quartierten sich – vollkommen unverhofft – aber zum Glück nur
temporär auch die meisten Jungs mit ein.
Aber nur um die eh schon heiß gelaufenen Gameboys noch mehr zum Glühen zu
bringen. Er tat dann gut – der kühle Schluck des Willkommenstrunkes im
Frühstücksraum. Spätestens ab jetzt war unserer Pensionswirtin klar: Schluss mit
Ruhe – jetzt kommt Leben in die Bude. Die verordnete Bettruhe ob des
Turnierbeginns am Samstagmorgen wurde „nicht ganz“ eingehalten – es verlief aber
noch in „geordneten Bahnen“
Tag 2 – Tag der
Fairness und der Koffer
Oder wie beginnt man am besten ein Turnier?
Natürlich mit Fussballspielen….sollte man meinen… Das Los und die
Nachnominierung hatten es so gewollt…. Erster Gegner sollten die Elitekicker aus
Slowenien von MNK Izola sein.
remember….
Im letzten Jahr war die Truppe endrucksvoll Turniersieger und hatte uns im
Finale „knapp“ geschlagen.
Geplanter Anpfiff war 9 Uhr! Wie gesagt g e p l a n t …. denn es war niemand
da!
Somit hätte sich der Kompaniechef auch das ausgiebige „AUFSTEHEN – ESSEN FASSEN“
in der Pension noch etwas verkneifen können.
Es war ja klar, dass die Jungs (und Eltern) nach dem ersten Abend mit der knapp
verpassten Bettruhe noch nicht fit waren. Frühstück um 7.15 Uhr – eigentlich
eine ganz normale Zeit – für einige zumindest. Andere sahen das anders und sahen
auch nicht so gut aus.
Dennoch schafften wir es pünktlich zum Turnierbeginn.
Alles war bereit – es war angerichtet – der Turniersieger und Favorit sollte
geärgert werden.
Die Truppe aus Slowenien war jedoch nicht zu sehen…. Tja – der Schiedsrichter
wartete und wartete und sprach uns wegen dem nicht Antreten des Gegners die
Punkte zu. 3 Punkte am grünen Tisch – Klasse – aber man fährt doch nicht 1.200
km um am grünen Tisch zu gewinnen.
Sportsgeist war angesagt. Durch einen Fehler des Veranstalters – er hab den
Slowenen einen alten und somit falschen Spielplan – traf die Mannschaft viel zu
spät ein. Endlose Diskussionen – aber wir sind fair und haben uns doch noch dazu
überreden lassen das Spiel auszutragen.
Hätten wir vielleicht nicht tun sollen, denn es war wahrlich nicht sonderlich
erquickend. Eine ordentliche Packung hat's gegeben. In allen Belangen überlegen
– das muss einfach mal akzeptiert werden. Tja Fair und dennoch nichts davon –
aber was soll’s. Wegstecken und weiterdenken.
Zweiter Gegner bei herrlichem Sommerwetter (wo waren nur die angekündigten
Gewitter und Regenschauer?) ging's gegen die ebenfalls als Mitfavorit zählende
Elitemannschaft des SKNV St. Pölten. Robust mit viel Spielwitz traten die
Österreicher an. Zaghaft und zurückhaltend agierten die VfL Kicker.
Somit gab’s auch im zweiten Spiel nichts zu erben als einen ordentlichen KOFFER.
In zwei Spielen 15 Gegentore – das zehrte an den Nerven. Nicht nur der Spieler –
auch bei Fans, Eltern und Trainer! Schadensbegrenzung für diesen Tag war
angesagt.
Tja, die viel dann auch fast noch ins Wasser. Der Abstecher zum Faaker See
entpuppte sich als „Reinfall“. Nicht, dass alle nass wurden, vielmehr hatten wir
doch die Ruderbootbesatzung „verloren“. Allein gegen alle oder allein gegen die
Strömung – NULL Chance für die tapferen und flugs fanden sich alle Insassen weit
ab am entfernten Ufer auf Privatgelände wieder. Unser Baywatch-Rettungsteam
bestehend aus Ralf, Sergei und Matthias sprang ein – rettete nicht nur die
Besatzung des Bootes, sondern natürlich auch den Kahn selbst….
Verständlich dass nach soviel Piratentum der nächste Überfall nicht lange auf
sich warten ließ! Das Opfer: Eine kleine Pizzeria im Ort!
Über 30 hungrige stürmten den Laden und….hatten keinen Platz mehr – außerdem
drängte die Zeit – die Eröffnungsfeier des Turniers stand an!
Somit wurden nur die kleinen Piraten (= Jungs) versorgt. Im Nu waren die
Familienpizzen verschlungen.
So ein Stress – also auf zur Eröffnungszeremonie ins Stadion des SC Magdalen.
Nun ja – gut gemeint aber schlecht gemacht. Die Worte der offiziellen, wie auch
die der honorigen Damen und Herren Stadträte, Bürgermeister und sonstigen
„Würdenträgern“ gingen im lauten „Geschrei“ der Kinder unter – außerdem gab die
Musikanlage mehrmals den Geist auf.
Nun denn, ab in die Pension und nochmals zur Pizzeria. Diesmal vorgewarnt wurden
gefühlte 20 Pizzen mitgenommen und alle konnten nochmals den nicht so
glorreichen Tag Revue passieren lassen.
Versteht sich von selbst, dass die Bettruhe für den nächsten Tag – (wir waren
nur mal kurz weg…) so richtig nicht eingehalten wurde….
Teil 3 folgt…..
mit Geschichten von den
Tagen 3 (wir waren nur mal kurz weg)
und 4 (die Österreicher)
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