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Eine Berichterstattung, wie sie jeden Montag in allen einschlägigen
Sportmagazinen erfolgt. Auch hier verklagt der DFB ja auch nicht die Verlage,
wenn Tatsachen im Rahmen der erlaubten und nicht beleidigenden Pressefreiheit
geschildert werden….
JEDER GEGEN
JEDEN - die Zwischenrunde der U11 Junioren in Altenfurt
Zurückhaltung wird
sich der Schreiber dieses Berichtes auferlegen müssen, nicht weil ihm die Worte
fehlen ob der kuriosen und teilweise schon für den Jugend-Fußball beschämenden
Vorkommnisse anlässlich der HKM Zwischenrunden in Altenfurt, sondern weil in
offizieller Funktion gleichzeitig als Turnierleitung vom Verband „eingesetzt“
die Objektivität gewahrt bleiben muss. Obgleich als Trainer einer teilnehmen
Mannschaft durchaus Kritik angebracht ist
Also wurden die
beiden Zwischenrundengruppen 1 + 2 der HKM als Aufführung in drei Akten
vollzogen, bzw. aufgeführt. Als Hauptdarsteller einer der beiden Schiedsrichter,
dessen Namen wir hier nicht nennen wie dann in den Nebenrollen die Mannschaften
die „mitspielen“ durften….
Akt 1:
Schon beim
frühzeitigen Betreten der Altenfurter Halle (wir hatten ja eigentlich erst um 16
Uhr die Gruppe 2 zu spielen) war die Stimmung auf den Rängen emotional,
angeheizt und vergiftet. Der oben erwähnte Hauptdarsteller schaffte es gekonnt
sich in Szene zu setzen. Etliche Spiele der Gruppe 1 konnten noch beobachtet
werden. Bei allem Respekt gegenüber der jungen fast ausschließlich mit U10
Spielern besetzten Mannschaft des 1.FCN, der Schiri tat alles, um dem Club den
Einzug in die Endrunde zu ermöglichen. Schade, denn die jungen Clubberer hätten
dies eigentlich nicht nötig gehabt. Sie spielten einen tollen Fußball und hatten
die U11 Teams „im Griff“. Schade aber auch, dass reguläre Tore wieder einmal
nicht gegeben wurden (z.B. Jahn Schweinau), schade auch dass das „Endspiel“ der
Gruppe 1 zwischen dem FCN und Quelle Fürth relativ schlecht geleitet wurde.
Fußball -Sachverstand befand sich in der Halle. Mittlerweile waren auch alle
Trainer der Gruppe 2 anwesend und mussten mit ansehen, wie sich der Herr in
schwarz immer mehr in Szene setze. Zweifelhafte Zeitstrafen gegen die die
Dambacher brachten den FCN auf die Siegerstrasse und bescherten ihm den
Gruppensieg. Zu allem Überfluss mussten dann auch noch beide Mannschaften
wiederholt aufs Parkett, weil der Schiri doch in der Tat, trotz abgelaufener
Hallenuhr noch ganze 2 Sekunden nachspielen lassen wollte. Also musste die
Halle, in der sich die Teams der Gruppe 2 bereits warm machten wieder geräumt
werden.
Akt 2:
Noch vor dem
Anpfiff des ersten Spieles helle Aufregung in der Trainerschaft. Die Greuther –
erst mit 5 Spielern angereist posaunten im Foyer heraus, dass der Rest der
Mannschaft gerade das Endspiel beim Zwergla-Cup des FSV Erlangen-Bruck gespielt
hat und dann gleich zur Mannschaft der HKM nachkomme. Ob dies nach den
Regularien nicht zulässig ist muß ggf. das Sportgericht entscheiden, sofern ein
beteiligter Verein Protest einlegen wird.
Besonnen jedoch
der Fürther Headcoach. In Anbetracht von möglichen Protesten ließ er die
nachgereisten Spieler wieder umziehen und bestritt dann mit nur 4 Feldspielern
die komplette Zwischenrunde. Hierfür muss Respekt, vor allem den Kindern gezollt
werden. Die vier „letzten Mohikaner“ der Greuther boten eine unglaubliche
Energieleistung! Ob nun doch einer dieser Spieler vormittags anderweitig
eingesetzt war…wir wissen es nicht… ist aber auch egal egal… die 4 Jungs
einschl. Ihrem Torwart haben das Turnier mehr als sauber runtergespielt.
Somit begann die
Gruppe 2 mit fast 45 Minuten Verspätung, ehe wir zum Akt 3 kommen können.
Akt 3:
Der Schiedsrichter
schaffte es ein ums andere Mal nicht nur Trainer und Betreuer auf die Palme zu
bringen, er war auch Auslöser von Tumulten und übelsten verbalen Entgleisungen
der mitgereisten „Fans“. Auf den Tribünen der Altenfurter Ballsporthalle konnten
sich vor allem die Anhänger vom Post SV und von 73 Süd nicht zurückhalten.
Südländisches Temperament ist ja was schönes, aber bei Kinderfußball sind derart
aggressive Emotionen und Äußerungen fehl am Platz!
Durch die
vermeintlichen Fehlentscheidungen wurden die Stimmen der Trainer immer lauter,
den Spielbetrieb abzubrechen, wenn der „Herr in Schwarz“ auch nur noch ein Spiel
pfeifen würde. Man besonn sich aber dann doch – vor allem im Sinne der Kinder-
darauf Ruhe einkehren zu lassen und das Turnier sauber zu Ende zu bringen. Aber
es wurde leider nicht besser, trotz intensivster Aussprache mit dem
Schiedsrichter. Fragwürdige Siebenmeter und Zeitstrafen, usw., usw.,
beherrschten nach wie vor die Spiele. Alle jungen Fußballer waren sichtlich
verwirrt, so dass sich auch der sportliche Ablauf teilweise mit sehr kuriosen
Ergebnissen fast als Akt 4 eingeschlichen hätte.
Sieger und somit
Finalist für die Hauptrunde wurde Greuther Fürth, gefolgt von den starken
Mögeldorfern.
Mit der Nebenrolle
mussten sich die Jungs der E1 des VfL an diesem Sonntag begnügen. Hatte man tags
zuvor noch mit toller Leistung bei den Hallentagen des VfL einen zweiten Platz
geholt, waren die Akkus am Sonntag scheinbar leer. Unkonzentriert und unachtsam
setzte man 4 der fünf Gruppenspiele jeweils mit einem Tor Unterschied in den
Sand. Schade eigentlich, aber haken wir es ab. Mehr war mit der
grippegeschwächten Mannschaft nicht drin. Für die Jungs eine Erfahrung und
Lehrstunde zugleich. Auch sie müssen lernen mit verbalen Attacken und
Entgleisungen der „Zuschauer“ umzugehen.
Liebe Eltern der
anderen Mannschaften: Die Spieler meiner Mannschaft können nichts dafür, dass
wir vom Verband als Spiel- und Turnierleitung eingesetzt wurden!
Als Fazit
bleibt festzustellen:
So eine Comödie
wie an diesem Sonntag habe ich selbst nach langjähriger Tätigkeit im
Jugendfußball noch nicht erlebt. Es ist gut, dass Verbandsschiedsrichter
eingesetzt werden, schade ist nur, dass an diesem Sonntag leider jegliches
Fingerspitzengefühl beim Umgang mit Kindern nicht vorhanden war. Schade auch,
dass niemand vom BFV bei solchen Zwischenrunden anwesend ist, schade auch, dass
sich viele Zuschauer nicht im Griff hatten.
Schade für den
Jugendfußball, schade für die Kinder!
Trotz allem haben
wir teilweise schnellen und überaus schönen und guten Jugendfußball an diesem
Sonntag gesehen! Glückwunsch an dieser Stelle nochmals an die Greuther und auch
an die U10 des FCN! |