Ein Auf und Ab

Erst zwei herbe Niederlagen mit stark geschwächter Mannschaft: 0:8 (0:5) beim FSV Stadeln  und 1:6 (1:1) gegen TB Johannis 88 im Pokal. Dann Konsolidierung mit 2:2 (1:1) bei SC Germania und 2:1 (1:0) beim ESV Flügelrad.

Nach den beiden Siegen zum Saisonstart folgte leider ein Rückschlag. Dies war aber ausschließlich der Personalsituation geschuldet. Beim Tabellenzweiten in Stadeln standen nur neun gesunde Spieler zur Verfügung und gegen Tabellenführer Johannis 88 mussten im Pokalspiel drei C-Spieler aushelfen um die Spielfähigkeit zu gewährleisten.

FSV Stadeln : VfL 8:0 (5:0) – Die Geschichte von Stadeln ist schnell erzählt: Drei VfL-Spieler kommen unentschuldigt nicht und einer ist am Fuß verletzt. So stehen plötzlich nur neun einsatzfähige Spieler am Platz. Sie sehen sich einer erfolgshungrigen und jahrgangsälteren Mannschaft aus Stadeln gegenüber, die bis zur letzten Minute anrennt. Hut ab vor unseren Jungs, die diese Abwehrschlacht tapfer durchgestanden haben und auch in der Pause nicht abbrechen wollten. Und dies, obwohl dann weitere Spieler deutlich angeschlagen waren. Peinlich: Trotz persönlicher Ansprache hat der Stadelner Trainer auch nach der Pause (Spielstand 5:0) keinen Spieler vom Feld genommen und sein Team bis zum Ende energisch nach vorne getrieben. Sportkameradschaft sieht anders aus.

VfL : TB Johannis 88 1:6 (1:1) – Im Pokalspiel gegen den Tabellenführer fehlten leider auch wieder viele Stammspieler. Spontan halfen drei Spieler der C-Jugend nach ihrem Training aus. Ganz herzlichen Dank dafür: Das ist ein Beispiel für gute Sportkameradschaft. Unser Team war damit zwar vollzählig, aber insgesamt leistungstechnisch leider deutlich geschwächt. In der ersten Hälfte reichte es zu einem 1:1 gegen verhalten agierende Gäste. Kevin erzielte mit einem wunderschönen Freistoß sogar den Führungstreffer. Nach der Pause drehte das jahrgangsältere Team aus der Nordstadt dann aber auf und kam zum verdienten Erfolg.  Tor für den VfL: Kevin K.

SC Germania – VfL 2:2 (1:1) – Nach den vorangegangen Pleiten und internen Diskussionen war unser Team natürlich etwas verunsichert. Aber endlich konnten wir an diesem wunderschönen Herbsttag wieder mal in kompletter Besetzung auflaufen. Bereits nach zwei Minuten geht Dawid alleine auf den Torwart zu. Sein Gegenspieler kann ihn nur noch von hinten am Trikot festhalten und stoppen. Klarer Fall: Rote Karte. Nicht aber für den Schiri. Er gibt Gelb und Freistoß vor der Strafraumgrenze. Dawid gibt die beste Antwort und verwandelt direkt zur Führung. Im Fortgang dann ein intensives, aber eher zerfahrenes Spiel mit wenig spielerischen Glanzpunkten in der ersten Hälfte. Germania kommt zu zwei zufälligen Lattentreffern nach langen Flankenbällen und der VfL-Torwart schenkt dem Heimteam den Ausgleich mit einem Blackout. In der zweiten Hälfte bekommen wir das Spiel dann deutlich besser in den Griff und finden immer besser ins Spiel. Nach einer Bogenlampe landet der Ball hinter dem Germania-Torhüter deutlich sichtbar hinter der Linie. Diesen Treffer erkennt der Schiedsrichter aber kurioserweise nicht an. Kurz darauf dann ein erneuter Patzer vom VfL-Keeper und Germania nutzt seine einzige Torchance in der zweiten Halbzeit eiskalt zur Führung. Jetzt stemmten sich unsere Jungs aber mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Und das erfolgreich: Zehn Minuten vor Spielende bedient Borys nach einem beherzten Solo-Lauf Dawid, der zum hochverdienten Ausgleich trifft. Zwei weitere Torchancen folgen.  Tore für den VfL: Dawid (2)

ESV Flügelrad – VfL 1:2 (0:1) – Dieses Nachholspiel am Dienstagabend musste leider zwangsweise auf dem recht kleinen Sandplatz stattfinden: Das ist der einzige Platz mit Flutlicht beim ESV Flügelrad. Auf diesem holprigen Boden war ein technisches Spiel ganz schwer möglich. Lange Bälle und viel Körpereinsatz bestimmten das Geschehen auf dem Platz. Beim VfL kamen die Neuzugänge Kevin W. und Deniz L. erstmalig zum Einsatz. Beide fügten sich nahtlos im Team ein und zeigten eine gute und solide Leistung: Danke und herzlich willkommen. Nach 30 Minuten nutzte Borys seine Chance nach schönem Kombinationsspiel über die linke Seite und verwandelte zur Pausenführung in diesem ausgeglichenen Spiel. In der zweiten Hälfte erhöhte Nikos nach einem schönen Zuspiel zum 2:0. Das Spiel lief jetzt ganz klar für uns. Dann läuft Dawid alleine auf den Torwart zu. Der wirft sich ihm im Strafraum in seiner Not vor die Füße. Der Ball war irgendwo. Dawid muss daraufhin verletzt den Platz verlassen. Der Schiedsrichter verweigert aber den fälligen Strafstoß. Nach seiner Aussage war das eine Konzessionsentscheidung für eine vorhergehende Szene im VfL-Strafraum gewesen. Nachdem Marian ebenfalls zur Pause angeschlagen raus musste, hatten wir jetzt keinen Wechselspieler mehr. 15 Minuten vor Spielende gibt es dann aber doch Strafstoß. Aber für die Gastgeber: Der VfL-Keeper eilte heraus um einen langen Ball auf der linken Strafraumseite vor dem nahenden Gegenspieler abzufangen. Beide sind gleichzeitig am Ball, prallen zusammen und fallen. Dieser Elfmeter bringt den Anschlusstreffer. Es folgen dann noch einige spektakuläre, aber nicht wirklich zwingende Szenen im VfL-Strafraum.  Tore für den VfL: Borys , Nikos

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